Besenrein: Was das wirklich heißt – und was nicht
Ein einziges Wort im Mietvertrag, und trotzdem wird bei kaum etwas so oft gestritten wie bei der besenreinen Übergabe. Muss ich die Fenster putzen? Die Bohrlöcher schließen? Den Teppich shampoonieren? Hier kommt Klarheit rein – bevor am Übergabetag die Kaution wackelt.
Am Übergabetag treffen zwei Vorstellungen aufeinander: Der Mieter hat gefegt und findet das ausreichend. Der Vermieter fährt mit dem Finger über die Fensterbank und findet das nicht. Zwischen diesen beiden Sätzen liegen jedes Jahr unzählige Kautions-Diskussionen – dabei ist die Rechtslage freundlicher, als viele Mieter glauben. Fangen wir mit der guten Nachricht an.
Besenrein in einem Satz
Diese Lesart ist in der Rechtsprechung gefestigt: „Besenrein“ meint eine oberflächliche Reinigung, keine Grundreinigung. Alles, was darüber hinausgeht, muss sich aus wirksamen Klauseln im Mietvertrag ergeben – und genau daran scheitern viele überzogene Forderungen.
Was dazugehört – und was nicht
| Gehört zu besenrein | Gehört NICHT dazu |
|---|---|
| Wohnung komplett leerräumen – auch Keller & Dachboden | Fenster putzen |
| Böden fegen oder saugen | Teppiche shampoonieren |
| Groben Schmutz & Spinnweben entfernen | Wände streichen / Schönheitsreparaturen* |
| Müll und Sperrreste entsorgen | Kalk & Fett in Bad und Küche grundreinigen |
| Grobe Verschmutzungen beseitigen (z. B. verschütteter Farbeimer) | Polieren, Wachsen, Desinfizieren |
*Ob gestrichen werden muss, ist eine eigene Frage – sie hängt an den Schönheitsreparatur-Klauseln Ihres Mietvertrags, nicht am Wort „besenrein“. Bei Streit lohnt der Blick eines Mietervereins oder Anwalts.
Die häufigsten Streitpunkte
- Bohrlöcher: Übliche Dübellöcher in normaler Zahl gehören zum vertragsgemäßen Gebrauch. Bei sehr vielen Löchern wird es zur Einzelfallfrage – wer sie verschließt, ist auf der sicheren Seite.
- Der vergessene Keller: „Besenrein“ gilt für alle überlassenen Räume. Der volle Kellerverschlag ist der Klassiker, der Übergaben platzen lässt – und danach teuer auf Mieterkosten geräumt wird.
- Eingebrannter Herd & Kalkbad: Grundreinigung schuldet der Mieter nicht – aber die Grenze zu „grober Verschmutzung“ ist fließend. Ein sauberer Mittelweg erspart die Diskussion.
- Zurückgelassene Möbel „als Geschenk“: Ohne ausdrückliche Zustimmung des Vermieters oder Nachmieters ist die Wohnung nicht geräumt – und die Entsorgung landet auf Ihrer Rechnung, plus Verzug.
So gelingt die Übergabe ohne Ärger
Drei Handgriffe entscheiden mehr als jede Putzstunde: Fotos von jedem Raum nach dem Räumen und Fegen, mit Datum. Ein Übergabeprotokoll, in dem Zustand, Zählerstände und Schlüsselzahl stehen – was dort dokumentiert ist, kann später niemand bestreiten. Und die leergeräumten Nebenräume nicht vergessen: Keller, Dachboden, Briefkasten. Wer vom Umzug bis zur Übergabe alles aus einer Hand plant, hat es leichter – als Umzugsunternehmen in Bochum übernehmen wir auf Wunsch die komplette Kette bis zur übergabefertigen Wohnung.
Wann sich eine Endreinigung lohnt
Manchmal reicht besenrein rechtlich – aber nicht praktisch: wenn der Mietvertrag wirksam mehr verlangt, wenn die Wohnung verkauft oder neu vermietet werden soll, oder schlicht, wenn nach Jahrzehnten mehr zurückbleibt als Staub. Dann ist die professionelle Endreinigung der Schlussstein: Bad und Küche gründlich, Böden gewischt, Fenster klar. Bei uns endet jede Entrümpelung in Bochum standardmäßig besenrein – die Endreinigung buchen Sie bei Bedarf einfach dazu, als eigene transparente Position im Festpreis-Angebot. So wird die Übergabe ein Termin von zwanzig Minuten statt einer Verhandlung.
Häufige Fragen zu besenrein
?Steht „besenrein“ nicht im Mietvertrag – was gilt dann?
?Darf der Vermieter eine professionelle Endreinigung verlangen?
?Übernimmt Movehaus die besenreine Übergabe komplett?
Wir sind das Team, das seit 2008 in der Umzugs- und Entrümpelungsbranche anpackt – heute in Bochum und ganz NRW: Umzug, Entrümpelung, Haushaltsauflösung, Abriss und Reinigung aus einer Hand. Alles in diesem Ratgeber stammt aus über 1.500 eigenen Projekten – nicht aus fremden Blogs.